Wie entstand Z.ART tides?
Z.ART tides ist nicht einfach aus der Idee entstanden, einen kleinen Webshop zu eröffnen. Wenn ich heute darüber nachdenke, hat die Geschichte dahinter eigentlich schon viel früher angefangen.
Denn das Meer war irgendwie schon immer da.
Das Meer zieht sich durch mein ganzes Leben
Schon lange bevor Z.ART tides überhaupt eine Idee war, hatte das Meer einen festen Platz in meinem Leben. Meine Mama ist Tauchlehrerin, mein Opa ein begeisterter Schiffsliebhaber – und ich selbst kann mich eigentlich an kaum eine Zeit erinnern, in der Schiffe, Strand und Meer keine Rolle gespielt haben.
Genauso selbstverständlich war aber auch Kreativität immer irgendwie da. In meiner Familie wurde viel ausprobiert, gestaltet und unterschiedlichsten kreativen Hobbys nachgegangen. Ich bin also schon früh damit aufgewachsen, Dinge nicht nur anzuschauen, sondern genauer hinzusehen und selbst etwas daraus zu machen. Mein Vater ist Fotograf und wahrscheinlich habe ich auch durch ihn schon früh ein Auge für kleine Details, besondere Perspektiven und die Dinge bekommen, an denen man sonst vielleicht einfach vorbeigehen würde. Auch das Foto hier von mir hat er damals gemacht – lange bevor irgendjemand ahnen konnte, dass genau diese Liebe zu Details, Bildern und zum Meer irgendwann einmal Teil von Z.ART tides werden würde.
Seit ich denken kann, war ich entweder immer wieder auf einem Schiff unterwegs oder zumindest irgendwo am Strand zu finden. Und wenn ich am Strand war, konnte ich dort stundenlang Muscheln sammeln. Nicht fünf Minuten und dann weiter. Wirklich stundenlang.
Seit ich denken kann, war ich entweder immer wieder auf einem Schiff unterwegs oder zumindest irgendwo am Strand zu finden. Und wenn ich am Strand war, konnte ich dort stundenlang Muscheln sammeln. Nicht fünf Minuten und dann weiter. Wirklich stundenlang. Ich habe gesucht, verglichen, die schönsten mitgenommen und mich über besondere Muscheln gefreut wie über kleine Schätze. Während andere Kinder Burgen gebaut haben, kniete ich mit dem Kinn auf den Knien dort, wo eben nicht der feine Sand lag, eher dort wo es wirklich was zu finden gab. Zwischen Steinen, unter Algen. Damals natürlich noch ohne den Gedanken, irgendwann einmal etwas daraus zu machen. Ich mochte sie einfach. Jede sah anders aus, jede fühlte sich anders an und irgendwie konnte ich nie einfach an ihnen vorbeigehen.
Wenn ich heute Z.ART tides anschaue, fühlt es sich deshalb fast so an, als hätte sich etwas, das mich schon mein ganzes Leben begleitet, irgendwann ganz selbstverständlich seinen Weg in meine Kunst gesucht.
Vieles in meinem Leben hat dazu geführt, dass mein Kopf eigentlich selten wirklich stillsteht. Ängste, Gedanken, Ideen, Sorgen, Pläne, Erinnerungen – irgendwie ist immer etwas los. Nur am Meer ist das anders. Dort kann ich stundenlang sitzen, laufen, aufs Wasser schauen oder Muscheln suchen und merke irgendwann, wie es in meinem Kopf ruhiger wird.
Vielleicht ist es der Wind. Vielleicht das gleichmäßige Geräusch der Wellen. Vielleicht diese unglaubliche Weite, bei der plötzlich vieles, was vorher riesig erschien, ein bisschen kleiner wird. Ich weiß nicht genau, was es ist. Ich weiß nur: Am Meer finde ich Ruhe. Und wahrscheinlich ist genau deshalb so viel davon in Z.ART tides gelandet.
Kreativität gab es schon vor Z.ART tides
Ganz neu war der Wunsch, kreativ zu arbeiten, für mich allerdings nicht. Schon in Deutschland gab es Z.ART Atelier. Dort habe ich Kreativangebote und Workshops für Gruppen gestaltet und damit bereits einen Weg gefunden, meine kreative Seite mit anderen Menschen zu teilen.
Mit meinem Umzug in die Niederlande änderte sich jedoch vieles. Einfach nahtlos mit dem weiterzumachen, was ich mir in Deutschland aufgebaut hatte, fühlte sich plötzlich gar nicht mehr so einfach an. Da war die Sprache. Und da war mein eigenes Selbstbewusstsein, das in einem neuen Land erst einmal wieder wachsen musste.Eine kreative Gruppe anzuleiten, Ideen zu erklären und Menschen durch einen kreativen Prozess zu begleiten, ist etwas anderes, wenn man sich in der Sprache selbst noch nicht vollkommen sicher fühlt. Also musste ich erst einmal herausfinden, wie Kreativität in meinem neuen Leben aussehen kann. Damals wusste ich noch nicht, dass die Antwort darauf ausgerechnet an dem Ort auf mich warten würde, der mich sowieso schon mein ganzes Leben begleitet.
Ein kreativer Nachmittag am Strand
Manchmal entstehen die wichtigsten Ideen nicht dann, wenn man verzweifelt versucht, eine zu finden.Sondern einfach nebenbei.
2025, bei einem kreativen Nachmittag mit Freundinnen am Strand haben wir gemeinsam gemalt und dabei das benutzt, was direkt um uns herum war: Salzwasser und Sand.Es ging einfach ums Zusammensein, Ausprobieren und Kreativsein.Und genau dort kam durch meine Freundinnen die Inspiration auf, Decoupage mit Austernschalen auszuprobieren.Eigentlich eine kleine Idee in einem ganz normalen Gespräch. Aber sie blieb hängen. Ich begann auszuprobieren.
Aus einer Auster wurde die nächste. Aus einer Technik entstanden neue Ideen. Andere Farben kamen dazu, andere Materialien, andere Formen und irgendwann immer mehr Möglichkeiten. Schalen, Anhänger, dann irgendwann sogar Bilder. Und plötzlich entwickelte sich daraus etwas, das ich vorher überhaupt nicht geplant hatte:
Z.ART tides.
Ein absoluter Full-Circle-Moment
Heute finde ich gerade diesen Ursprung besonders schön. Ich hatte bereits in Deutschland mit Z.ART Atelier kreativ gearbeitet. Dann kam der Umzug. Ein neues Land. Eine neue Sprache. Unsicherheit darüber, wie und ob ich mit meiner bisherigen kreativen Arbeit weitermachen kann. Und ausgerechnet bei einem kreativen Nachmittag mit Freundinnen am Strand entstand die Idee, aus den Austernschalen etwas Neues zu machen. Dass ich 2 Jahre später, dann wirklich einen Webshop habe, oder gar auf Märkten stehe, das hätte mir damals noch niemand erzählen können. Aber die Idee wuchs, bis zu meinem Entschluss wegen der Liebe 2025 dann auszuwandern. An einen Ort, der mir schon mein ganzes Leben Ruhe gibt. Einem Ort mit Muscheln, die ich schon als Kind stundenlang gesammelt habe.
Für mich ist das heute ein absoluter Full-Circle-Moment. Z.ART ist nicht verschwunden. Es hat sich verändert.
Zu Z.ART Atelier kam Z.ART tides
Vielleicht musste ich also gar nicht nahtlos dort weitermachen, wo ich in Deutschland aufgehört hatte. Vielleicht durfte daraus einfach etwas Neues entstehen. Etwas, das zu meinem neuen Leben passt. Das Z.ART durfte bleiben – aber etwas Neues kam dazu: tides. Die Gezeiten. Bewegung, Veränderung, Kommen und Gehen.
Und irgendwie könnte kaum ein Wort besser zu dieser Zeit in meinem Leben passen.Denn auch Z.ART tides ist aus Veränderung entstanden. Aus dem Loslassen von etwas Vertrautem und dem Versuch, in einer neuen Umgebung meinen eigenen Weg zu finden.
Aus Strandfunden wurden kleine Kunstwerke
Aus den ersten Austern wurden nach und nach immer neue Ideen. Bemalte Austern, kleine Ablagen, Schmuckstücke, Anhänger, Bilder und Dekorationen. Ich begann mit verschiedenen Farben, Strukturen und Materialien zu experimentieren und immer wieder neue Möglichkeiten auszuprobieren. Nicht jede Idee funktioniert. Manche Dinge sehen in meinem Kopf großartig aus und auf dem Tisch plötzlich überhaupt nicht mehr. Manche Materialien funktionieren nicht miteinander. Manchmal investiere ich Stunden in etwas und stelle am Ende fest: Das ist es einfach nicht. Aber auch das gehört inzwischen für mich zu Z.ART tides. Es geht nicht um perfekte Massenproduktion. Es geht ums Ausprobieren, ums Entwickeln und darum, meinen eigenen Stil immer weiter zu finden. Dabei wollte ich auch nie, dass alles typisch „maritim“ aussehen muss. Meer bedeutet für mich nicht automatisch Blau, Beige, Anker und klassische Küstendeko. Es darf bunt sein. Laut. Elegant. Verspielt. Ein bisschen verrückt. Manchmal minimalistisch und manchmal genau das Gegenteil.
Shells – but make it art.
Dieser Satz beschreibt eigentlich ziemlich genau, was ich mit Z.ART tides machen möchte.
Mehr als nur ein kleiner Shop
Je länger ich daran arbeite, desto mehr merke ich, dass Z.ART tides für mich viel mehr geworden ist als die Produkte selbst.Es verbindet unglaublich viele Teile meines Lebens miteinander. Meine Verbindung zum Meer. Die Stunden am Strand. Meine Familie. Z.ART Atelier. Meinen Umzug in die Niederlande. Meine Kreativität. Meine Ruhe im Kopf.
Inzwischen habe ich meine Arbeiten auf Märkten gezeigt, meinen eigenen Stand aufgebaut und mit völlig fremden Menschen über meine Kunst gesprochen. Ich habe Gespräche auf Deutsch, Englisch und Niederländisch geführt, Komplimente bekommen, meine ersten Stücke verkauft, Fehler gemacht und bei jedem einzelnen Event etwas Neues gelernt. Dinge, bei denen Sprache und Selbstbewusstsein am Anfang noch zu den Gründen gehörten, warum ich nicht wusste, wie es kreativ für mich weitergehen sollte. Und mit jedem dieser Momente wächst nicht nur Z.ART tides. Ich wachse selbst ein kleines Stück mit.
Warum also Z.ART tides?
Vielleicht ist Z.ART tides gar nicht an einem bestimmten Tag entstanden. Vielleicht hat es schon mit dem kleinen Mädchen angefangen, das stundenlang am Strand saß und Muscheln gesammelt hat. Mit einer Mama, die Tauchlehrerin war. Mit einem Opa, der Schiffe liebte. Mit Z.ART Atelier und meiner Freude daran, gemeinsam mit anderen kreativ zu sein. Mit dem Mut, mein altes Leben ein Stück weit hinter mir zu lassen und in einem anderen Land neu anzufangen. Wenn ich all diese Punkte heute miteinander verbinde, ergibt plötzlich alles erstaunlich viel Sinn.
Z.ART tides ist für mich ein Full-Circle-Moment.
Etwas aus meiner Vergangenheit ist nicht verloren gegangen, sondern hat in meinem neuen Leben eine andere Form gefunden. Das Meer, das mich schon immer begleitet hat, ist heute Teil meiner Kunst. Die Muscheln, die ich schon als Kind nicht liegen lassen konnte, liegen heute auf meinem Arbeitstisch. Und aus Z.ART Atelier wurde nicht einfach ein abgeschlossenes Kapitel. Es entwickelte sich weiter.
Zu Z.ART tides.
Ein Stück von mir – früher, heute und von dem, was gerade erst entsteht.
From the shore to you.
1 Kommentar
Lovely <3